ich habe gerade Ihren Artikel “Das Bein in meiner Küche” in der Zeitschrift “Aus Politik und Zeitgeschichte” gelesen.
Die Beschreibung der Unterschiede zwischen Mensch und Tier ist gelungen, nimmt aber so viel Platz ein, dass Sie andere, aus meiner Sicht mindestens so interessante Punkte nur noch sehr oberflächlich streifen.
Wenn Menschen zum Tierschtz fähig sind und moralisch dazu gehalten wären, woran scheitert er dann aus Ihrer Sicht in der Praxis? Sind es “niedere Beweggründe” wenn um ein paar cent Produktionskosten einzusparen, Hähnchen so gezüchtet und gemästet werden, dass ein großer Antei der Tiere am Ende der Mastperiode nicht mehr laufen kann?
Eine fachliche Ergänzung: Um herauszufinden welche Haltungsverfahren Tiere bevorzugen, werden in der Wissenschaft sogenannte “demand tests” eingesetzt, bei denen die Tiere zwischen unterschiedlichen Haltungeverfahren auswählen können bzw. geprüft wird, was sie dafür tun würden, um von einem in ein anderes Haltungssysthem zu kommen (schwere Türen aufschieben, auf Futter verzichten etc.). Das Huhn kann sich also durchaus äußern, ob es die Käfig- oder Bodenhaltung bevorzugt. Das “ich an deiner Stelle” ist dafür nicht notwendig.
Sehr geehrter Herr Spahl,
ich habe gerade Ihren Artikel “Das Bein in meiner Küche” in der Zeitschrift “Aus Politik und Zeitgeschichte” gelesen.
Die Beschreibung der Unterschiede zwischen Mensch und Tier ist gelungen, nimmt aber so viel Platz ein, dass Sie andere, aus meiner Sicht mindestens so interessante Punkte nur noch sehr oberflächlich streifen.
Wenn Menschen zum Tierschtz fähig sind und moralisch dazu gehalten wären, woran scheitert er dann aus Ihrer Sicht in der Praxis? Sind es “niedere Beweggründe” wenn um ein paar cent Produktionskosten einzusparen, Hähnchen so gezüchtet und gemästet werden, dass ein großer Antei der Tiere am Ende der Mastperiode nicht mehr laufen kann?
Eine fachliche Ergänzung: Um herauszufinden welche Haltungsverfahren Tiere bevorzugen, werden in der Wissenschaft sogenannte “demand tests” eingesetzt, bei denen die Tiere zwischen unterschiedlichen Haltungeverfahren auswählen können bzw. geprüft wird, was sie dafür tun würden, um von einem in ein anderes Haltungssysthem zu kommen (schwere Türen aufschieben, auf Futter verzichten etc.). Das Huhn kann sich also durchaus äußern, ob es die Käfig- oder Bodenhaltung bevorzugt. Das “ich an deiner Stelle” ist dafür nicht notwendig.
Mit freundlichen Grüßen
A. Bergschmidt